Verändert?

Stumme Tränen laufen über ihre Wangen. Ihr Blick ist in die Ferne gerichtet. Sie nimmt ihre Umwelt kaum war. Es ist alles so unwichtig…hat kaum noch eine Bedeutung. Alles in ihr schreit nach Hilfe…nach jemanden der sie in den Arm nimmt und sie tröstet. Niemand der ihr tolle Ratschläge gibt…niemand der ihr die Situation erklärt…

Sie kennt die Situation…sie kennt ihre Möglichkeiten und doch kann sie einfach nicht vorwärts gehen aus angst einen Fehler zu machen…aus angst noch mehr zu verstören. Sie brauchte doch ihre Freunde…nicht irgendwelche…Nein! sie brauchte ihre Freunde…nur diese…aber warum tat es so verdammt weh? Es war als ob etwas sie von innen herauszereißen würde…und sie hatte keine Wahl als es geschehen zu lassen..konnte nichts dagegen tun…

Sie hört noch immer die Sätze ihre Mutter. Geh auf abstand! Nimm dir Zeit für dich!

Aber das konnte und wollte sie nicht! Sie wollte doch ihre Freunde um sich haben so oft es geht…denn sonst fühlte sie sich so einsam und verlassen…dann sah sie noch ihr lächeln in der Ferne. Es ging nicht ohne sie…aber wenn sie bei ihnen ist…dann steigt manchmal diese kleine lästige Stimme auf, die immer wieder sagt…du bist hier überflüssig! Du gehörst hier nicht her! Sie kennen dich gar nicht! Sie sehen deine Schmerzen nicht!

Das alles war irgendwie zu ertragen…aber warum…warum glaubten die wichtigsten Personen in ihren Leben, dass sie so oberflächlich ist…dass sie immer fröhlich ist…warum? Warum tut es so weh? Sie wollte doch hier bleiben…durfte sie das nicht? Durfte sie nicht hier bleiben…war sie hier nicht länger willkommen? Was war nur los? Warum dachte sie so was? Warum zweifelte sie an ihren Freunden…warum konnte sie nicht einfach an sie glauben? Sie gehörte doch dazu! Sie gehört doch genau hierher!

und trotzdem saß sie hier alleine…alleine mit ihren Tränen…von den anderen völlig unbemerkt…etwas…etwas war anders…als ihre Freundin auftauchte und sie in den Arm nahm. Sie hatte sich so sehr danach gesehnt und doch berührte sie es nicht…sie wollte nur weg…weg von dem Trost…weg von der Hilfe…

Sie ertrug es einfach nicht mehr. Warum auf einmal? Es war doch schon immer so gewesen und doch konnte sie diese Nähe einfach nicht mehr ertragen, obwohl sie sie doch eigentlich wollte…obwohl sie diese Nähe nie aufgeben wollte und will…

aber was brachte die Nähe, wenn sie einen nicht mehr erreichte? …doch aufgeben…abstand nehmen…nein….das wollte sie nicht…sie konnte nur weiter machen…immer weiter machen…auch wenn ihr Herz schrie vor schmerz jeden Tag, jede Minute, jede Sekunden in der Nähe ihrer Freunde.

Es würde sie irgendwann zerreißen, dass wusste sie, aber das nahm sie ihm kauf um weiterhin bei ihnen sein zu können. denn nichts anderes wollte sie doch. Hier bleiben! Genau hier gehörte sie her…dessen war sie sich sicher…mit den Schmerzen würde sie wohl lernen zu leben…

Veröffentlicht in:  on Mai 8, 2007 at 5:16 Kommentar schreiben